Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: Juni 2026 · gültig für Verträge mit LogicStudios
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge über Webdesign, Programmierung, Hosting-Vermittlung, digitale Dienstleistungen, Wartung und damit verbundene Services, die zwischen LogicStudios, Inhaber Manuel Tripi, Auenstraße 13, 88131 Lindau (Bodensee) (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden (nachfolgend „Kunde") geschlossen werden.
(2) Diese AGB gelten vorrangig im unternehmerischen Geschäftsverkehr (B2B). Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu. Gegenüber Verbrauchern gelten die zwingenden gesetzlichen Verbraucherschutzvorschriften vorrangig.
§ 2 Vertragsschluss, Leistungsumfang und Drittgebühren
(1) Die Darstellung der Leistungen im Online-Formular sowie in Angeboten stellt kein bindendes Vertragsangebot des Anbieters dar. Mit dem Absenden einer als kostenpflichtig gekennzeichneten Bestellung über das Online-Formular gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrages ab. Der Vertrag (Auftrag) kommt erst zustande, wenn der Anbieter die Bestellung durch eine ausdrückliche Auftragsbestätigung (per E-Mail) annimmt oder mit der Ausführung beginnt. Eine etwaige automatische Eingangsbestätigung der Bestellung stellt noch keine Auftragsbestätigung dar. Alternativ kommt der Vertrag durch die beidseitige Unterzeichnung eines separaten Projektvertrages/Angebots zustande.
(2) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweils gewählten Leistungspaket oder dem individuellen Angebot. Mehraufwände oder nachträgliche Änderungswünsche werden gesondert nach dem aktuellen Stundensatz des Anbieters berechnet.
(3) Laufende Kosten für Drittanbieter (z. B. Hosting-Gebühren, Domain-Kosten, kostenpflichtige Plugins, Lizenzen, Schriftarten, Stockmaterial, Cookie-Einwilligungs-Tools) sind nicht im Angebot des Anbieters enthalten und vom Kunden direkt an die jeweiligen Drittanbieter zu entrichten, sofern nicht ausdrücklich schriftlich anders vereinbart.
§ 3 Zahlungsbedingungen, Aufrechnungsverbot und Zurückbehaltungsrecht
(1) Alle Preise verstehen sich als Nettopreise zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Sofern nicht anders vereinbart, gilt folgende Zahlungsstruktur: 50 % der Gesamtvergütung sind als Anzahlung vor Projektstart fällig. Die restlichen 50 % werden nach Fertigstellung und Abnahme des Projekts in Rechnung gestellt.
(3) Rechnungen sind innerhalb von 7 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zu zahlen. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, alle Arbeiten einzustellen, die betroffene Webseite vorübergehend offline zu nehmen oder den Zugriff des Kunden auf das CMS zu sperren.
(4) Bei Zahlungsverzug eines Unternehmers werden Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz sowie eine Pauschale von 40 € gemäß § 288 BGB fällig. Die Geltendmachung eines weitergehenden Schadens bleibt vorbehalten.
(5) Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenansprüchen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht dem Kunden nur wegen Gegenansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Kunden und Verzugsfolgen
(1) Der Kunde ist verpflichtet, dem Anbieter alle für die Erstellung der Webseite erforderlichen Inhalte (Texte, hochauflösende Bilder, Logos, Grafiken, Zugänge zu Hosting/Domain) innerhalb von 14 Tagen nach Projektstart in digitaler Form und in einem gängigen Format bereitzustellen.
(2) Kommt der Kunde dieser Mitwirkungspflicht trotz Mahnung und Nachfristsetzung von 7 Tagen nicht nach, ruht die Leistungsverpflichtung des Anbieters. Der Anbieter ist in diesem Fall berechtigt, das Projekt sofort abzurechnen und die vereinbarte Gesamtvergütung (abzüglich noch nicht erbrachter, reiner Entwicklungsaufwände) als Schadensersatz einzufordern.
(3) Verzögerungen, die durch verspätete Zuarbeit des Kunden entstehen, verlängern vereinbarte Fertigstellungstermine des Anbieters entsprechend. Ruht ein Projekt aus vom Kunden zu vertretenden Gründen länger als 60 Tage, ist der Anbieter berechtigt, das bis dahin Geleistete vollständig abzurechnen.
§ 5 Korrekturschleifen und Abnahme-Fiktion
(1) In den Festpreispaketen ist, sofern nicht anders vereinbart, die im jeweiligen Paket angegebene Anzahl an Korrekturrunden enthalten. Eine Korrekturrunde umfasst die einmalige, gesammelte Übermittlung von Änderungswünschen innerhalb von 5 Werktagen nach Bereitstellung des jeweiligen Entwurfs. Nachträgliche, grundlegende Design-Änderungen oder funktionale Erweiterungen, die vom ursprünglichen Briefing abweichen, sind kostenpflichtig.
(2) Der Kunde ist zur Abnahme der Webseite verpflichtet, sobald der Anbieter die Fertigstellung anzeigt. Die Webseite gilt als abgenommen, wenn der Kunde nicht innerhalb von 7 Werktagen nach Übergabe erhebliche, reproduzierbare Mängel schriftlich oder per E-Mail rügt.
(3) Die produktive Nutzung der Webseite im Live-Betrieb (z. B. Verlinkung auf Social Media, offizielle Kundennutzung, Bewerbung) durch den Kunden gilt automatisch als erfolgte, vorbehaltlose Abnahme.
§ 6 Vorzeitige Kündigung und Projektabbruch
(1) Kündigt der Kunde den Vertrag vor der vollständigen Fertigstellung des Projekts, ohne dass ein vom Anbieter zu vertretender wichtiger Grund vorliegt, steht dem Anbieter die vereinbarte Vergütung für die bereits erbrachten Leistungen zu. Die vor Projektstart geleistete Anzahlung wird in diesem Fall nicht zurückerstattet.
(2) Für die noch nicht erbrachten Leistungen erhält der Anbieter eine pauschale Vergütung in Höhe von 30 % des darauf entfallenden Honorars als Schadensersatz für entgangenen Gewinn und blockierte Kapazitäten, es sei denn, der Kunde weist nach, dass ein Schaden überhaupt nicht oder in wesentlich geringerer Höhe entstanden ist.
§ 7 Nutzungsrechte, Eigentumsvorbehalt und Referenznennung
(1) Der Anbieter räumt dem Kunden mit vollständiger und restloser Bezahlung der vereinbarten Vergütung ein zeitlich und räumlich unbeschränktes, einfaches Nutzungsrecht an den erstellten Designs und Codes für die vertraglich vereinbarte Webseite ein.
(2) Bis zur vollständigen Bezahlung verbleiben alle Rechte, Konzepte, Designs, Grafiken und Quellcodes im Eigentum des Anbieters (Eigentumsvorbehalt). Eine unbezahlte Nutzung, Vervielfältigung oder Weitergabe an Dritte ist untersagt.
(3) Eine Übertragung des Quellcodes in unkomprimierter/bearbeitbarer Form, von Entwurfsdateien oder von Zwischenständen ist nicht geschuldet, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, die für den Kunden erstellte Webseite zu Zwecken der Eigenwerbung als Referenz (z. B. im Portfolio auf der eigenen Webseite oder in Social Media) zu nennen und im Footer der Kundenseite einen dezenten Link auf „LogicStudios" zu platzieren, es sei denn, dies wurde vorab ausdrücklich schriftlich ausgeschlossen.
§ 8 Gewährleistungsausschluss für Browser und Drittsysteme
(1) Der Anbieter optimiert die Webseite für die zum Zeitpunkt der Fertigstellung aktuellen Versionen der gängigsten Desktop- und Mobil-Browser (Safari, Chrome, Firefox, Edge). Eine Gewährleistung für die korrekte Darstellung in veralteten, nicht mehr unterstützten Browsern oder durch zukünftige Browser-Updates wird ausgeschlossen.
(2) Für Funktionseinschränkungen, die durch nachträgliche Updates von Drittanbieter-Software (z. B. CMS-Updates, Plugin-Updates, PHP-Versionsänderungen des Hosters) nach Projektabnahme entstehen, übernimmt der Anbieter keine Gewährleistung, sofern kein aktiver Wartungsvertrag abgeschlossen wurde.
§ 9 Haftung und Freistellung für Inhalte
(1) Der Kunde trägt die alleinige Verantwortung für die rechtliche Unbedenklichkeit der von ihm bereitgestellten Inhalte (Bilder, Texte, Logos, Schriftarten, Tracking-Codes). Er garantiert, dass diese frei von Rechten Dritter sind und nicht gegen geltendes Recht (insb. Urheberrecht, Markenrecht, DSGVO) verstoßen.
(2) Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter (inklusive angemessener Abmahnkosten und Anwaltsgebühren) wegen Urheberrechts-, Markenrechts-, Wettbewerbsrechts- oder Datenschutzverletzungen frei, die auf vom Kunden bereitgestellten Inhalten beruhen.
(3) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), und zwar begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Die Haftung für entgangenen Gewinn, Betriebsunterbrechungen, Datenverlust oder indirekte Schäden durch temporäre Serverausfälle wird im gesetzlich zulässigen Rahmen ausgeschlossen. Die Haftung ist der Höhe nach auf den jeweiligen Auftragswert beschränkt, soweit gesetzlich zulässig.
§ 10 Abwerbeverbot
Der Kunde verpflichtet sich, während der Dauer der Zusammenarbeit sowie für einen Zeitraum von 12 Monaten danach, keine Mitarbeiter, freien Mitarbeiter oder Subunternehmer des Anbieters direkt oder indirekt abzuwerben oder ohne Zustimmung des Anbieters zu beschäftigen. Für jeden Fall der schuldhaften Zuwiderhandlung wird eine angemessene, im Streitfall vom Gericht zu überprüfende Vertragsstrafe fällig.
§ 11 Datensicherung & Backups
(1) Die regelmäßige Sicherung der Webseite und ihrer Inhalte obliegt nach Übergabe dem Kunden bzw. dessen Hosting-Anbieter, sofern kein Wartungsvertrag mit ausdrücklicher Backup-Leistung besteht.
(2) Vor Eingriffen in eine bestehende Webseite ist der Kunde für eine aktuelle Sicherung verantwortlich. Für Datenverluste, die nicht vom Anbieter grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht wurden, haftet der Anbieter nicht.
§ 12 Keine Erfolgs- oder Ranking-Garantie
SEO-Leistungen, Performance-Optimierungen und Marketing-Maßnahmen sind Dienstleistungen, keine Werkleistungen mit garantiertem Erfolg. Der Anbieter schuldet die fachgerechte Durchführung, nicht jedoch bestimmte Platzierungen in Suchmaschinen, Besucherzahlen, Umsätze oder andere wirtschaftliche Ergebnisse, da diese von Faktoren außerhalb seines Einflussbereichs (u. a. Algorithmen, Wettbewerb, Marktverhalten) abhängen.
§ 13 Verfügbarkeit & höhere Gewalt
(1) Eine bestimmte Verfügbarkeit der Webseite wird nur im Rahmen eines gesonderten Wartungs-/SLA-Vertrages geschuldet. Die Verfügbarkeit hängt maßgeblich vom Hosting-Anbieter ab.
(2) Ereignisse höherer Gewalt (u. a. Stromausfälle, Ausfälle von Internet-/Hosting-Diensten, Cyberangriffe, Pandemien, behördliche Maßnahmen, Streiks) befreien den Anbieter für deren Dauer von der Leistungspflicht. Vereinbarte Termine verschieben sich entsprechend.
§ 14 Stornierung & Terminverschiebung
Sagt der Kunde einen verbindlich vereinbarten Projektstart- oder Umsetzungstermin später als 7 Tage vor dem Termin ab oder verschiebt ihn, ist der Anbieter berechtigt, die dadurch entstandenen, nachweisbaren Aufwände sowie eine angemessene Pauschale für die reservierte und nun nicht anderweitig nutzbare Kapazität zu berechnen.
§ 15 Wartungs- und Pflegeverträge
(1) Wartungs-/Pflegeverträge werden, sofern nicht anders vereinbart, mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten geschlossen und verlängern sich automatisch um jeweils weitere 12 Monate, sofern sie nicht mit einer Frist von 4 Wochen zum Laufzeitende gekündigt werden.
(2) Der Anbieter ist berechtigt, die Entgelte für laufende Leistungen mit einer Ankündigungsfrist von 6 Wochen in angemessenem Umfang anzupassen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 16 Aufbewahrung & Herausgabe von Projektdaten
Der Anbieter ist nicht verpflichtet, Projektdaten, Entwurfsstände oder Backups nach Projektabschluss dauerhaft vorzuhalten. Eine nachträgliche Wiederbeschaffung oder erneute Bereitstellung von Daten kann gesondert beauftragt und berechnet werden.
§ 17 Datenschutz & Auftragsverarbeitung
Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, schließen die Parteien bei Bedarf einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO. Der Kunde bleibt für die datenschutzkonforme Ausgestaltung seiner Webseite (u. a. Datenschutzerklärung, Einwilligungen, Cookie-Banner) selbst verantwortlich. Einzelheiten zur Verarbeitung durch den Anbieter regelt die Datenschutzerklärung.
§ 18 Kommunikation & Form
Erklärungen im Rahmen der Vertragsabwicklung (z. B. Freigaben, Mängelrügen, Mahnungen, Kündigungen) können wirksam per E-Mail abgegeben werden; der E-Mail-Verkehr genügt dem vereinbarten Schriftformerfordernis.
§ 19 Schlussbestimmungen und Gerichtsstand
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Sofern der Kunde Kaufmann ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat, ist der ausschließliche Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters (Lindau am Bodensee).
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt (salvatorische Klausel).
§ 20 Bestätigung durch den Kunden
Mit dem Absenden einer als kostenpflichtig gekennzeichneten Bestellung über das Online-Formular bestätigt der Kunde, diese AGB gelesen und verstanden zu haben, mit ihnen einverstanden zu sein und ein verbindliches, kostenpflichtiges Angebot gemäß seiner getroffenen Auswahl abzugeben. Ein verbindlicher Auftrag kommt gemäß § 2 erst mit der Auftragsbestätigung des Anbieters zustande. Über die Bestätigung wird ein elektronisches Protokoll (Zeitpunkt, Auswahl, Zustimmungen) erstellt und gespeichert.